Was ist eine Auflassungsvormerkung?

Die Auflassungsvormerkung ist ein traditioneller Begriff aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Allgemein verständlich ist damit eine Eigentumsvormerkung gemeint. 

Eine Auflassungsvormerkung ist eine Vorstufe zur Eigentumsübertragung. Üblicherweise wird nach Abschluss eines Kaufvertrags über eine Immobilie (auch Grundstück) eine Auflassungsvormerkung in das Grundbuch eingetragen. Hierum kümmert sich der den Kaufvertrag beurkundende Notar.

Warum wird eine solche "Auflassungs"-Vormerkung eingetragen? 

Die Auflassungsvormerkung schützt die Rechte des Käufers. Sie bewirkt, dass zweifelsfrei erkennbar ist, dass ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde. Der Verkäufer kann somit das Objekt nicht ein weiteres Mal veräußern. Ein Dritter kann auf Grund des Eintrags die Immobilie nicht mehr gutgläubig erwerben. Ein Eintrag ist auch deshalb erforderlich, weil der Berechtigte der Auflassungsvormerkung(= Käufer) etwaige Rechte, die zeitlich nach der Vormerkung eingetragen werden, nicht gegen sich gelten lassen muss. Das gilt auch für grundbuchlich eingetragene Verpflichtungen, die der Käufer selbst veranlasst hat, z.B. die Bestellung einer Grundschuld zur Darlehenssicherung seiner Finanzierung. Deshalb besteht der Gläubiger regelmäßig darauf, dass sein Recht (= Grundschuld) im Rang vor der Auflassungsvormerkung eingetragen wird. Ansonsten wäre sie wirkungslos.