Was ist eine Grundschuld?

Mit Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch wird die Sicherheit für die darlehensgebende Bank begründet.

Bei Immobilienfinanzierung ist die Grundschuld heute die gängige Sicherheit. Früher war die Hypothek das geläufige Sicherungsinstrument der Finanzierungsinstitute. Die Auswirkungen für den Schuldner und die Rechte für den Kreditgeber (Gläubiger) sind vergleichbar, aber nicht identisch. War eine Hypothek für das Darlehen als Sicherheit vereinbart, so sank der Wert der Hypothek im gleichen Maße wie sich die Schulden verringerten. War das Darlehen ganz oder teilweise getilgt und wollten die Kunden nach 20 Jahren umfängliche Renovierungsarbeiten finanzieren, so konnte die ursprünglich eingetragene Hypothek dafür nicht mehr als Sicherheit dienen. Eine neue Hypothek in Darlehenshöhe musste eingetragen werden. Eine Grundschuld hingegen kann aufleben, also erneut verwendet werden, und das auch mehrmals. Bei gleichen Notar- und Gerichtskosten für Beurkundung und Eintragung ist die Grundschuld wegen ihrer Flexibilität und der Einmaligkeit der Kosten eindeutig vorzuziehen.